Europameisterschaft in Polen

Am 6. April ging die Reise nach Stettin (Polen), los. Da ich mir kurz vor der Abreise eine schmerzhafte Prellung an der Hüfte zuzog, war noch nicht klar was ich alles turnen konnte, demzufolge waren die ersten Tage in Stettin beschwerlich.

Als die Schmerzen nach einigen Trainings immer noch nicht nachliessen, entschied ich mit meinen Trainern den Mehrkampf zu streichen und mich aufs Pferd zu konzentrieren. Mit der Hilfe des Medical Teams gelang es mir mich einigermassen in Form zu halten und die Schmerzen zu ertragen. Beim Podiumstraining probierte ich es mit einer Injektion eines Schmerzmittels, direkt in den betroffenen Bereich der Hüfte. Die Schmerzen waren so gut wie weg und ich entschied mich auch noch Reck zu versuchen.

Am Wettkampftag beschlossen wir also das gleiche Verfahren zu wiederholen. Leider wirkte das Mittel dieses Mal nicht so gut und ich hatte trotz der Spritze noch Schmerzen, die mich aus der Fassung brachten. Die Übungen am Reck und am Pferd gelangen mir leider nicht nach Wunsch, ich musste bei beiden Geräten einen Sturz in Kauf nehmen. Trotz dieser suboptimalen Ausgangslage haben wir alles versucht, schlussendlich konnte ich mich aber im Training nicht genug an die Geräte gewöhnen und meine Leistung wegen der Verletzung nicht abrufen.

Nun heisst es Kopf hoch und Fokus auf die nächsten Wettkämpfe, mit der Weltmeisterschaft in Stuttgart, welche gleichzeitig die Qualifikation für die Olympischen Spiele ist, steht uns der wichtigste Wettkampf des Jahres noch bevor.